Die Groko und die Digitalisierung

Keine Angst, der finletter ist und bleibt ein Fachmedium für die Fintech-Szene und ich bin nicht neuerdings unter die Politik-Blogger gegangen. Aber manchmal ergibt es sich, dass die wichtigsten oder folgenschwersten Fintech-Nachrichten nicht aus der Branche selbst kommen, sondern aus der Politik. So ist es aktuell. Damit meine ich gar nicht die weltweiten Bestrebungen, das Wild West der Krypto-Szene in geordnete Bahnen zu lenken. Die wichtigsten Nachrichten für die deutsche Fintech-Szene sind vielmehr die Nicht-Nachrichten aus den laufenden Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD.

Worum geht es genau? Die beiden großen Volksparteien verhandeln derzeit in Berlin über die Fortsetzung der Großen Koalition. Über Vieles wurde in den letzten Wochen intensiv gesprochen und gefeilscht. Was dabei an die Öffentlichkeit gelangte, beschäftigt sich mit den großen Themen der Vergangenheit und der Gegenwart. Was allerdings sträflich vernachlässigt wird, ist das Mega-Thema: die Digitalisierung. Außer einem bisschen Bullshit-Bingo am Rande, hört und liest man dazu nichts.

Die Digitalisierung fegt über die Finanz-Branche hinweg

Wer den finletter regelmäßig verfolgt, weiß, dass die Digitalisierung über die Banken hinweg fegt. Die sind damit zwar nicht allein, aber die Veränderungen in der Branche stehen stellvertretend für viele anderen Branchen. Dank Online- und Mobile-Banking kommen immer weniger Menschen in die Filialen; das Internet hat die Preistransparenz und damit den Wettbewerb nochmals verstärkt.

Fintechs und die großen Internetplattformen aus den USA nehmen die Banken in die Zange und rauben ihnen nach und nach die attraktivsten Ertragsquellen. Das ist einer der Gründe dafür, dass Experten das große Bankensterben vorhersagen. Das ganze Geschäftsmodell der Banken steht aktuell in Frage. Reihenweise schließen Bankfilialen und viele Arbeitsplätze gehen verloren.

Die Politik muss die Digitalisierung gestalten, nicht verwalten

In Zeiten solchen Umbruchs wäre es eigentlich an der Politik, Weichen zu stellen. Stattdessen passiert: nichts. Oder zumindest zu wenig. Dabei gäbe es hierzulande viele Baustellen. So hakt der Ausbau des Breitbandnetzes in der Fläche weiterhin. Selbst in Metropolen wie Hamburg ist es teilweise schwer, einen Gigabit-Glasfaseranschluss für sein Business zu bekommen. In ländlichen Gebieten gibt es viele weiße Flecken beim mobilen Internet. Und die Gesetzgebung läuft den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Jahre hinterher. Schlechte Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Digitalisierung der (Finanz-)Wirtschaft.

Den vollständigen Artikel lest Ihr im finletter.

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About Fintech #13: Die Groko und die Digitalisierung

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