Fintech News – Special: Fintech des Jahres 2015

Die Würfel sind gefallen: seit dem 15.12.2015 war die Fintech-Szene aufgerufen, aus einer Longlist, die ihren Namen verdient hat, das Fintech des Jahres 2015 zu wählen. Bis zum 31.12.2015 konnte abgestimmt werden, danach wurde der Publikumspreis am Fairr vergeben.
Heute, am 02.02.2016 wurde nun beim Between the Towers in Frankfurt/Main der mit Spannung erwartete Jury-Preis verliehen – und zwar an gini.

Das Wahlverfahren

Anfang Dezember hatte André M. Bajorat auf seiner Seite paymentandbanking.com dazu aufgerufen, aus seiner umfangreichen Mindmap unbundling banks – die durch weitere Einsendungen ergänzt werden konnte – die Kandidaten für die Longlist auszuwählen.

Ab Mitte Dezember konnte die Szene dann ihre Stimmen für ihre Favoriten abgeben. Die 10 Fintechs mit den meisten Stimmen wurden anschließend auf die Shortlist gesetzt und in der Reihefolge der Zustimmung der Publikumspreis ausgelobt. Die Shortlist wiederum war die Diskussionsgrundlage für die illustre Fachjury bei der Vergabe des Jurypreises.

Die hochkarätige Jury setzte sich wie folgt zusammen:

Der Publikumspreis ging an fairr

Die Fintech-Szene hat die folgenden Start-Ups in ihre Top-10 gewählt:

  • fairr – Riester Fondssparplan mit ETFs
  • exporo – Crowdinvesting-Plattform für Immobilienprojekte
  • vaamo – Online-Investment-Lösung mit 3 Maus-Klicks
  • massup – White-Label-Plattform für einfache Versicherungsprodukte
  • kesh – mobiles Bezahlsystem
  • fino – Kontowechselservice
  • weltsparen – Online-Marktplatz für europäische Festgelder
  • knip – mobiler Versicherungsmanager
  • gini – Analyse unstrukturierter Dokumente
  • number26 – modernes Girokonto in der App (hier im Portrait)

Der Publikumspreis ging an fairr.de, den Anbieter kostengünstiger Riesterrenten aus Basis von ETFs.

Jurypreis an gini

Jetzt war die Jury gefordert, sich die Top-10 genauestens anzuschauen und zu bewerten. Warum diese Mühe, wenn doch das Publikum schon darüber abgestimmt hat? Ganz einfach: weil es eine Reihe von Fintechs in der zweiten Reihe gibt, die für den Kunden kaum bis gar nicht sichtbar sind, aber trotzdem richtig gute und wichtige Arbeit leisten – nur leider in so einer Publikumswahl leicht übersehen werden.

Und so wäre es fast dem Jury-Sieger ergangen: gini verrichtet seine Arbeit still und leise im Hintergrund, ist aber technisch hoch interessant und ermöglicht für Kunden tolle Funktionen. Das Start-Up ist spezialisiert auf die Analyse von Dokumenten. Am bekanntesten dürfte die Funktion gini pay sein. Sie erlaubt es, Rechnungen als pdf einzulesen oder in Papierform abzufotografieren. Gini wertet das Dokument anschließend aus und extrahiert die für die Online-Überweisung relevanten Daten, so dass man nie mehr Überweisungen per Hand abtippen muss.

Gini ist ein würdiger Preisträger der es schafft, seinen Nutzern ein tolles CX zu bieten.

Auf den beiden anderen Podiumsplätzen landeten übrigens Weltsparen (2.) und Number26 (3.). Insbesondere für die erfolgsverwöhnten Berliner von Number26 sicherlich eine kleine Enttäuschung. Aber: es kann halt nur einen Sieger geben – was die Leistung der anderen Nominierten in keiner Weise schmälert.

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