Fintech Portrait – ZINSLAND

Wie Crowdinvesting in Immobilien funktioniert, hatte Dr. Guido Sandler ja vor einiger Zeit schon hier in einem Gastbeitrag erklärt. Zu den Marktführern in dieser speziellen Nische der Fintech-Branche gehört das Hamburger Startup ZINSLAND. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, sowohl ZINSLAND als auch einem durch sie finanzierten Projektentwickler Fragen zu stellen.

ZINSLAND ermöglicht Investitionen in Immobilien-Projekte

Das Hamburger Fintech ist eigentlich kein Startup im klassischen Sinne – denn genau genommen ist es eine Ausgründung des etablierten Private Equity Fonds Vivum. Das Team verfügt daher über eine ausgewiesene Expertise im Bereich der Immobilien-Projektfinanzierung. Gründer Carl von Stechow war so frei, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Screenshot Homepage Zinsland
Screenshot der Homepage (Quelle: ZINSLAND)

Was bringt ZINSLAND für Anleger bzw. warum sollten Anleger überhaupt investieren?

ZINSLAND: Wir bieten den Anlegern eine neue Möglichkeit, in attraktive Immobilienprojekte zu investieren. War es früher nur wohlhabenden Investoren vorbehalten an dieser Sorte der Finanzierung teilzuhaben, ist es nun für alle möglich. Unsere Plattform bietet allen Anlegern eine profitable Rendite von 5 bis 7%. Zusätzlich ist das Kapital nicht über lange Jahre, sondern nur für einen überschaubaren Zeitraum von meist 18 Monaten gebunden.

Woher kommt die hohe Rendite von 5-7%?

ZINSLAND: Es handelt sich bei dem Angebot um ein Nachrangdarlehen, welches erst nach Bedienung der Bank und den Nachunternehmern ausgezahlt wird. Insofern ist das Angebot mit einem gewissen Risiko behaftet. Risiko steht hier, wie bei fast alle Anlageprodukten in einem austarierten Verhältnis zur Rendite.

Und welches Risiko gehen die Anleger bei Ihnen ein?

ZINSLAND: Es gibt die Möglichkeit Geld zu verlieren und daher empfehlen wir auch jedem Anleger, dass das auf ZINSLAND investierte Kapital nicht als Möglichkeit zur Altersvorsorge anzusehen. Andererseits: Wo bekommt man heute noch ein seriöses Angebot, welches sich mit 7% verzinst? Bei uns stehen hinter den Projekten professionelle und erfahrene Bauherren aus dem Deutschen Mittelstand. Die direkte Verbindung zu diesen Projekten kann man kaum schlanker strukturieren – das ist eben erst durch das Internet möglich geworden. Da zusätzlich aber kein Vertrieb, Bank oder andere Partei notwendig ist, kann im gesamten Prozess Geld gespart werden, was allen Beteiligten zu Gute kommt.

Wie sehen die Auswahlkriterien der Projekte aus? Wonach wählt ZINSLAND die Projektentwickler aus?

ZINSLAND: Aus unserer langjährigen Erfahrung in der strukturierten Immobilienfinanzierung haben wir viel in den Prüfungsprozess bei ZINSLAND einfließen lassen. Der Kern unserer Prüfung ist der Projektentwickler selbst. Was hat er bisher für Projekte realisiert? Wie lange ist er am Markt? Sind alle Projekte ohne Probleme abgewickelt worden? Dann gehen wir auf das Projekt ein und prüfen hier verschiedene Kriterien von der Lage bis zu den Verkaufserlösen. In allen unseren Projekten kommt eine ZINSLAND Finanzierung erst zustande, wenn der Großteil der Projektfinanzierung bereits durch eine deutsche Geschäftsbank zugesichert ist.

Was passiert, wenn ein Projekt nicht 100% durch die Crowd finanziert werden kann?

ZINSLAND: Wir garantieren auf unserer Plattform die Realisierung jedes Projektes. Sollte ein Projekt nicht zu 100% realisiert werden, haben wir als Rückendeckung finanzstarke Investoren, die zu gleichen Konditionen einspringen und sicherstellen, dass das Projekt gefundet wird.

Gute Erfahrungen mit ZINSLAND als Finanzierungspartner

Die Fa. Tecklenburg ist ein alteingesessenes mittelständisches Familienunternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen zählt zu den Top 5-Unternehmen der Baubranche am Niederrhein und finanziert aktuell bereits sein drittes Projekt mit ZINSLAND. Auch dem Geschäftsführer durfte ich einige Fragen stellen.

Projekt Ahl Scholl - ZINSLAND
Projekt Ahl Scholl (Quelle: ZINSLAND)

Herr Tecklenburg, was sind Ihre Erfahrungen mit ZINSLAND?

Tecklenburg: Wir haben nun schon unser drittes Projekt innerhalb eines Jahres mit ZINSLAND co-finanziert. Ich glaube dieser Umstand spricht schon einmal für sich. Die Erfahrungen sind sehr positiv und die Zusammenarbeit ist professionell. Ich bin mir auch sicher, dass dies nicht unser letztes Projekt sein wird.

Warum lohnt es sich für Sie als Projektentwickler, dieses Modell zu nutzen?

Tecklenburg: Für mich sind es zwei zentrale Aspekte, die für dieses Modell sprechen. Zum einen können wir unser Eigenkapital schonen, um neue Projekte anzustoßen.
Zum anderen hat die Platzierung auf der Plattform natürlich einen Marketingeffekt. Einerseits lokal, teilweise sogar bei den potentiellen Käufern von Eigentumswohnungen, andererseits in der Branche. Wir haben uns schon immer mit innovativen Konzepten auseinandergesetzt oder aber als Vorreiter neue Konzepte realisiert, daher ist es nur konsequent, dass wir uns als einer der ersten dieser sehr logischen und modernen Form der Finanzierung bedienen.

Welchen Anteil hat die Finanzierung über die Crowd am Gesamtprojekt?

Tecklenburg: Normalerweise sind das um die 10%. Im Regelfall besteht die Finanzierung eines Projektes aus 70-80% Fremdkapital und der Rest wird durch Eigenkapital oder private Finanzierungspartner gestellt. ZINSLAND stellt uns dann 10% der Gesamtinvestitionskosten – das restliche Eigenkapital verbleibt im Projekt.

Vielen Dank an die Herren von Stechow und Tecklenburg für ihre Antworten.

 

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