Fintech Portrait – Exporo

Das Hamburger Crowdinvesting Startup Exporo** ist aktuell das erfolgreichste deutsche Fintech für Investitionen in Immobilien-Projekte. Wer Exporo ist und womit das Fintech sein Geld verdient, könnt Ihr im folgenden Portrait nachlesen – für das ich übrigens mal ein neues Format ausprobiere.

Kürzlich hatte ich zum Thema ‚Crowdinvesting in Immobilien‚ einen Gastbeitrag von Dr. Guido Sandler (Geschäftsführer von Bergfürst) veröffentlicht, der die Besonderheiten gegenüber dem ’normalen‘ Crowdlending a la auxmoney beschreibt. Heute folgt nun ein Portrait von Exporo, dem Marktführer in dieser Marktnische aus Hamburg, dem ich vorab einen umfangreichen Fragebogen geschickt habe. Aus den Antworten ergeben sich interessante Einsichten mal in einem anderen Format.

Was macht Exporo und wen wollt Ihr mit eurem Angebot erreichen?

Wir bieten auf Exporo.de** die Möglichkeit, direkt in ausgewählte Immobilienprojekte zu investieren. Das ganze nennt sich Crowdinvesting. Der Schwarm (die Crowd) stellt dem Projektentwickler Kapital für sein Immobilienvorhaben zur Verfügung. Dafür erhalten die Anleger attraktive Renditen. Da wir die Prozesse online und schlank halten, entfallen Gebühren (Agio) und Kosten, die bspw. bei Immobilienfonds entstehen, und können eine attraktive, feste Verzinsung der Investments anbieten.
Da man bei uns bereits ab 500 Euro investieren kann, sprechen wir jeden an, der sich für Geldanlagen interessiert. Auch mit kleinen Vermögen lässt sich über Exporo.de** ganz gut diversifiziert anlegen.

Exporo Startseite

Startseite von http://exporo.de – Quelle: Exporo

Was ist für Eure Kunden besser als bei einer Bank? 

Von Banken unterscheidet uns eine ganze Menge. Wir sprechen im Vergleich zu Banken zum einen auch Selbstentscheider an, die sich selbst informieren und ihre Finanzanlagen selbstbestimmt durchführen wollen. Zum anderen sind wir absolut spezialisiert auf Immobilien. Und zwar konkrete, einzelne Vorhaben, keine Blind-Pools. Unsere Anlageobjekte sind greifbar. Schließlich resultieren unsere attraktiven Zinsen daher, dass wir Kosten einsparen, die bei Banken auch durch große Verwaltungs- und Beratungsarbeit auftreten.

Was unterscheidet Exporo von Euren Wettbewerbern?

Was uns zu einigen Mitbewerbern unterscheidet, ist zum einen der absolute Fokus auf Immobilien. Und zum anderen haben wir mit aktuell 16 erfolgreich finanzierten Projekten, über 17 Millionen Euro Fundingvolumen und mehr als 4 Millionen Euro erfolgreich zurückbezahlten Investitionen plus Verzinsung die Nase vorn und die verfügen jetzt schon über eine große Erfahrung am Markt.

Was könnt Ihr zu Exporo noch sagen?

Wir haben aktuell 12 feste Mitarbeiter, die in den Bereichen Projekte/Organisations, IT, Customer Relations und Marketing arbeiten. Personal und Marketing sind denn auch unsere beiden größten Kostenblöcke. Die finanzieren wir bislang zusätzlich durch eigene Mittel der Gründer und Business Angels.

Unsere wichtigsten Partner sind die Projektentwickler, die wir über unsere Plattform finanzieren, Vertriebspartner und Werbenetzwerke, die uns dabei helfen, ausreichend viele Anleger für die Projekte zu gewinnen sowie die Treuhänder, welche die Kundengelder während der Fundingphase verwaltet.

Wie sieht Eure Monetarisierungsstrategie aus? 

Während des Crowdinvesting eines Projektes erhält Exporo eine Vergütung vom jeweiligen Projektentwickler. Damit werden die bei Exporo anfallenden Kosten für Kundenservice, Plattform, Marketingmaßnahmen usw. beglichen. Transaktionskosten für die Überweisungen der Investments werden ebenfalls von den Projektentwicklern getragen. Die Anmeldung bei Exporo und die Nutzung der Plattform sind kostenfrei. Kapitalgeber zahlen auch keine Gebühr für ihre Investition. Die gesamte Zahlung fließt ohne Abzüge in die Beteiligung und wird entsprechend verzinst.

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Wie sieht Euer weiterer Fahrplan aus?

Wir sind im vergangenen Jahr kontinuierlich gewachsen, konnten die Projektvolumen stetig erhöhen. Wir hatten praktisch pausenlos mindestens ein Investmentangebot online, was nicht auf jeder Plattform der Fall ist. Diesen Status werden wir nach und nach weiter ausbauen. Unser Ziel für 2016 ist, mindestens 20 Mio. Euro Fundingvolumen zu vermitteln und mittelfristig auch dauerhaft mehrere Projekte gleichzeitig für Anleger anzubieten.

Mit Crowdinvesting für Immobilien sehen wir uns in einem starken Wachstumsmarkt. Deutschland hat in diesem Segment weltweit noch riesigen Spielraum. Obwohl der deutsche Immobilienmarkt sehr floriert, wird über Crowdinvesting das Potenzial noch vergleichsweise wenig ausgeschöpft. Die USA, UK und China machen es vor, dass dies auch in noch größerem Stil funktioniert.

Wie geht Exporo mit dem Thema Regulatorik um?

Wir engagieren uns am Austausch mit der Politik und weiteren Plattformen, sind aktives Gründungsmitglied im Bundesverband Crowdfunding, der erst vor Kurzem (14.04.2016) gestartet ist. Die Auswirkungen des Kleinanlegerschutzgesetzes (Begrenzung der Anlagesummen und der prospektpflichtbefreiten Fundingvolumen) sind zwar spürbar, allerdings haben wir uns daran gut angepasst und trotzdem unser vermitteltes Fundingvolumen deutlich steigern können.

Wie kommuniziert Exporo mit (potentiellen) Kunden?

Wir nutzen dafür unterschiedliche Online Marketing Kanäle und sind darüber hinaus in Social Media aktiv (u.a. auf Facebook, Twitter und Vimeo). Darüber hinaus haben wir ein eigens entwickeltes Partnerprogramm.

Interessierte und Kunden können uns zudem per Mail und per Telefon persönlich erreichen. Und wer uns einmal besuchen möchte, findet uns in Hamburg, mitten in der Innenstadt in der Nähe des Rathauses: Großer Burstah 31.

Exporo Vorstand

Vorstand von Exporo:  V.l.n.r.: Tim Bütecke, Dr. Björn Maronde, Simon Brunke und Julian Oertzen  – Quelle: Exporo

Was war der Auslöser, Exporo zu gründen – und warum ausgerechnet dieses Thema?

2013 trafen Tim Bütecke und Björn Maronde zusammen. Als Bauingenieur war Bütecke zwölf Jahre im Immobilien- und Finanzdienstleistungsmarkt tätig und bemerkte, dass immer mehr Entwickler sich mit der Finanzierung ihrer Projekte schwer taten. Auch Maronde, Jurist, MBA und Experte für Marketing und Unternehmensentwicklung, verfolgte zeitgleich diesen Trend. Damit einher ging die Erkenntnis, dass potenzielle Investoren zwar zahlreich vorhanden, allerdings die Hürden für diese relativ hoch waren. So entstand die Idee zu einem Online-Marktplatz für Investoren und Projektentwickler. Zusammen mit Finanzexperte Simon Brunke und Unternehmensberater Julian Oertzen ging die Crowdinvesting Plattform Exporo Ende 2014 schließlich an den Start.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder Frankfurt?

Die vier Gründer, Simon Brunke, Dr. Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke sind Hamburger und kennen sich untereinander teilweise schon seit der Schulzeit. Hamburg ist im Bereich Immobilien ohnehin ein bedeutender Standort, hier kamen die ersten Finanzierungsprojekte von Exporo zustande und dann haben wir uns stetig weiter ausgebreitet. Und wenn man sich die Fintech Szene anschaut, haben (nach Frankfurt und Berlin) schon sehr viele Startups auch in Hamburg ihren Platz gefunden.

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Logo Exporo

Exporo AG
Großer Burstah 31
20457 Hamburg

Kontakt Telefon: +49 (0) 40 / 210 91 73 – 0
E-Mail: info@exporo.de
Web: http://exporo.de**

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Wie findet Ihr dieses neue Format für mein Fintech Portrait? Postet Eure Meinung gern als Kommentar unter diesen Artikel.

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